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GUPPI (1995)
Format: etching, hot type, 13 x 18 cm, 28 pages
Edition: 15
Language: Japanese
Inhalt
Mit dieser Tragödie ist GUP-py geboren.
Wenn man nicht einschlafen kann, zählt man Guppys. Die kleinen Fische können sich in der Phantasie unbegrenzt vermehren, bis ein kleiner Unfall passiert ...

guppi cover Cover (front)
nemurenai yoru

In schlafloser Nacht
guppi o kazoeru to hito wa iimasu

sollte man Guppys zählen.
Doppelseite
guppi

Nur die erstklassigen Guppys kommen in Frage,
die trotzdem nur wenig kosten.
Da ich nicht viel ausgeben darf,
bin ich sehr dankbar dafür.









blub blub blub blub blub blub blub blub blub blub!







Wie ein Echo kommen die Guppys
nach und nach zurück

Nur einmal zu rufen reicht es – Guppy!


Guppy!





... Darf ich wirklich
so glücklich sein?




Guppy!

Guppy!
Unfall
Flutsch!
Flutsch!




Schau!
Nur einer darüben ist nackt.
Der ärmste!


Wie geht es dir, du nackter Guppy?
Bist du nicht etwa von den anderen gehänselt?
Solange ich kein Happyend von dir sehe

kann
ich

NICHT einSCHLAFEN!




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Cover (back)

Nachwort
Die Geschichte von »guppi« entstand aus einer kleinen Idee. Zu dieser Zeit war ich gerade in Deutschland gekommen und waren alle meine Erlebnisse sehr frisch. Das Fachbereiche Bildende Kunst an der Universität Siegen verfügte uns den Studenten ein Atelierhaus, das ursprünglich ein Brauhaus war. Hinter dem Brauhaus waren die Wälder, in die ich gerne gelaufen bin um mir neue Ideen zu holen. Diese Geschichte von Guppy war eine von solchen Ideen, die ich im Brauhaus in eine Form von Buch umgesetzte. Den Text habe ich mit Bleisatz gesetzt und dazu die Zeichnungen als Radierungen ergänzt. In der mit Säure gefüllte Becken stiegen zahlreiche kleine Luftblasen aus der Radierungsplatte, die etwas geheimnisvoll wirkten. Vielleicht wollte ich zwischen Luftblasen kleine Fische sehen, wie man es in Aquarien sieht.
Nicht nur »guppi«, sondern auch andere Arbeiten von mir, die zu dieser Zeit entstanden sind, haben etwas unlogisches und ironisches. Auch heute, nach vielen Jahren, kann man es in meinen Arbeiten spüren, obwohl ich inzwischen mit anderen Medien und Methode arbeite als damals. Obwohl ich heute am Rechner Videos schneide anstatt mit dreckigen Händen an einer Presse zu drucken, bleibt mein Arbeitskonzept gleich. Meine Arbeit ist Materialisierung der Fantasien, die aus meinen eigenen Erfahrungen im Alltag stammen. Natürlich habe ich damals nicht davon geträumt, dass ich heute noch – nach zwanzig Jahren – unter dem Namen »GUP-py« arbeite. (Jan. 2015)


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