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The Owl Reacting on Fictional Noises (Der auf die fiktiven Geräuschen reagierende Uhu)
1996
21' 29'', color, stereo
concept, edit: GUP-py
camera: Sigrun Schnarrenberg
sound: Antonia Budde

Über das Video
Als ein Teil der Installation einer theatralischen Veranstaltung »Auf der Suche nach Vogelpaul« von Tim Schaffrick wurde das Video »Der auf die fiktiven Geräusche reagierende Uhu« gezeigt.

In der Installation wurde eine Holzhütte verwendet. Durch ein mit Kaninchendraht vergittertes Loch in der Vorderseite, erschien der Kopf eines Uhus, als Film auf einem Monitor. Der Uhu bewegt sich kaum, bietet fast immer den selben Blick. Zusammen mit dem Film wurden Geräusche abgespielt. Sie klangen unangenehm (Alarm, Knall, Gas, u.a.). Es schien, als ob die Geräusche den Uhu erschreckten. Dann bewegte er sich. Seine Bewegungen und die Geräusche der Tonaufnahme waren nicht immer synchron: Manchmal reagierte der Vogel zu früh, manchmal zu spät. Durch die Reaktion auf die fiktive Geräuschklisse verwandelte sich der auf dem Film dokumentierte Vogel in einen fiktiven.
Der Film wurde im Zoo bei tag aufgenommen. Der Uhu, ein Nachtvogel, hat fast durchgehend geschlafen. Um ihn zu aktivieren, wurde er bei der Aufnahme durch Geräusche geweckt. Das waren andere, als die, welche bei der Installation verwendet wurden. Die neuen (fiktiven) Geräusche kamen aus einem imaginären Raum und quälten den Uhu, der eigentlich in Ruhe schlafen wollte.
Der Uhu auf dem Bildschirm reagierte ähnlich auf etwas, von dem der Betrachter nicht mehr weiss, was es war. Nun waren es die fiktiven Geräusche, auf die der Uhu reagierte. Doch es wurde deutlich gezeigt, dass die Geräusche nicht echt waren, weil die Bewegungen des Vogels als Reaktionen auf die Geräusche nicht synchron verliefen. Dadurch wurde der Vogel aus der realen in die fiktionale Welt versetzt. Dies war jedoch nur ein Beispiel, wie der gefilmte Uhu anders wahrgenommen werden konnte. In diesem Werk bekam er ein neues Leben, während er in einem anderen Werk als ein anderer Vogel erscheinen könnte. So vermehrt sich der fiktive Vogel ohne Ende.


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