|
GUPPI (1995)
Format: etching, hot type, 13 x 18 cm, 28 pages Edition: 15 Language: Japanese Inhalt Mit dieser Tragödie ist GUP-py geboren. Wenn man nicht einschlafen kann, zählt man Guppys. Die kleinen Fische können sich in der Phantasie unbegrenzt vermehren, bis ein kleiner Unfall passiert ...
Nachwort
Die Geschichte von »guppi« entstand aus einer kleinen Idee. Zu dieser Zeit war ich gerade in Deutschland gekommen und waren alle meine Erlebnisse sehr frisch. Das Fachbereiche Bildende Kunst an der Universität Siegen verfügte uns den Studenten ein Atelierhaus, das ursprünglich ein Brauhaus war. Hinter dem Brauhaus waren die Wälder, in die ich gerne gelaufen bin um mir neue Ideen zu holen. Diese Geschichte von Guppy war eine von solchen Ideen, die ich im Brauhaus in eine Form von Buch umgesetzte. Den Text habe ich mit Bleisatz gesetzt und dazu die Zeichnungen als Radierungen ergänzt. Im mit Säure gefüllten Becken stiegen lautlos zahlreiche kleine Luftblasen aus der Radierungsplatte, die etwas geheimnisvoll wirkten. Wie eine Zeremonie. Vielleicht wollte ich zwischen Luftblasen kleine Fische sehen, genauso wie in einem Aquarium. Nicht nur »guppi«, sondern auch andere Arbeiten von mir, die zu dieser Zeit entstanden sind, haben etwas unlogisches und ironisches. Auch heute, nach vielen Jahren, kann man es in meinen Arbeiten spüren, obwohl ich inzwischen mit anderen Medien und Methode arbeite als damals. Obwohl ich heute am Rechner Videos schneide anstatt mit dreckigen Händen an einer Presse zu drucken, bleibt meine Haltung gleich. Meine Arbeit ist Materialisierung der Fantasien, die aus meinen eigenen Erfahrungen im Alltag stammen. Natürlich habe ich damals nicht davon geträumt, dass ich heute noch – nach 25 Jahren – unter dem Namen »GUP-py« arbeite. (März 2020) |
|